Nachhaltigkeit im Alltag

Hey du! Nachhaltigkeit in den Alltag bringen, das kann Spaß machen. Uns hat die Suche nach guten Ideen gezeigt, wie leicht es manchmal ist, etwas zu verändern. Außerdem haben wir gemerkt, dass es ein gutes Gefühl ist, das Richtige zu tun oder es wenigstens zu versuchen. 
Schau einige unserer Tipps an. 

Auf dieser Seite geht es um:

Plastik, Mikroplastik und Müllvermeidung

Klimafreundliche Ernährung

Plastik und Müll

Nur ein kleiner Teil unserer Kunststoffverpackungen wird recycelt. Vieles wird verbrannt (Verschwendung!) oder landet als Müll oder Mikroplastik in den Meeren - eine furchtbare Belastung für Mensch, Tier und Natur.
Worauf du achten kannst: 

  • Vermeide unnötige Plastikverpackungen
  • Nimm eine eigene Einkaufstasche mit, auch Einweg-Papiertüten sind keine Lösung
  • Einwegflaschen? Keine gute Idee! Wir Deutschen brauchen so viele Plastikflaschen, dass man sie bis zum Mond stapeln könnte. Kaufe Mehrweg-Flaschen oder befüll dir eine eigene Flasche wieder. In Celle gibt es übrigens kostenloses Trinkwasser an mehreren Brunnen.
  • Wusstest du, dass unser Leitungswasser gesünder ist als viele Wasser, die du teuer im Laden kaufst? 

Plastik versteckt - in deinem Duschgel?

Mikroplastik ist ein großes Thema. Es ist erschreckend, in wie vielen Produkten, kleine Kunststoffteilchen "versteckt" sind. In unserem Abwasser wandert das Mikroplastik dann weiter und belastet die Ökosysteme. Es gab Untersuchungen, die gezeigt haben, dass bei uns Menschen inzwischen sogar schon Plastikteilchen im Verdauungstrakt sind - Erschreckend, oder?

Was du tun kannst:

  • Achte darauf, dass du Kosmetikprodukte, Seifen, Cremes etc. ohne Mikroplastik kaufst. Die kostenlose App Codecheck hilft dir, zu erkennen, ob dein Duschgel unbedenklich ist. 
  • Nutze zum Beispiel den Einkaufsratgeber Mikroplastik vom BUND. Den Link findest du unten. Da kannst du zum Beispiel lesen, wie du Plastik in der Liste der Inhaltsstoffe überhaupt erkennst. Es gibt noch viele andere Tipps und Apps. Einfach mal recherchieren!
  • Trage Kleidung ohne Kunststoffe oder nutzt beim Waschen deiner Fleece-Pullis einen Beutel, der die kleinen Plastikteilchen abfängt, bevor sie im Abwasser auf Reise gehen.
  • Fahr Fahrrad und Bus, denn die Reifen eures Autos sorgen mit für den größten Anteil an Mikroplastik.


Olivencreme, selbst gemacht

Hier ist eine Anleitung dafür, wie du ganz leicht eine tolle Creme selbst herstellen kannst. Wir haben das von unseren Freunden auf Kreta gelernt. Probiert es aus! 


Ihr braucht nur:
400ml Olivenöl und 80g Bienenwachs. (Beides am besten Bio), Gläser oder andere Behälter.
Wie geht's?
Das Öl im Topf erhitzen, Wachs darin schmelzen, in Gläser umfüllen. 

Fertig! Ihr werdet staunen, wie toll diese Creme sich anfühlt. Auch für empfindliche Haut geeignet :)

Tatsächlich kann man vieles selbst machen. Hier findest du noch mehr Ideen:

Ernährung

Warum wird für meine Nuss-Nougat-Creme oder meinen Cheeseburger Regenwald zerstört? Essen muss schmecken. Klar. Aber Genießen kann man auch mit Verantwortung, 

Thema 1 - Palmöl

Für Palmöl-Plantagen werden Regenwälder abgeholzt. Hier geht also Lebensraum verloren für viele Tiere, die vom Aussterben bedroht sind.
Palmöl/ Palmfett ist in vielen Schoko-Produkten, in Fertiggerichten oder Seifen.
Vermeide Produkte mit Palmöl, ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe reicht.
Übrigens: Palmöl ist nicht gesund. Es enthält gesättigte Fettsäuren und steht sogar im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. 


Thema 2 - Fleisch und tierische Lebensmittel

Wir waren erstaunt, was wir über die Produktion von tierischen Lebensmitteln herausgefunden haben.
Klimaschützer sagen, auf Fleisch zu verzichten, wenigstens teilweise, schützt unsere Erde. 
Warum?

Für Fleisch und tierische Lebensmittel werden unverhältnismäßig viele Ressourcen gebraucht: Land, Wasser, Antibiotika zum Beispiel. Außerdem ist die CO²-Emission durch Nutztierhaltung unverhältnismäßig hoch. 

Nein, du musst nicht Vegetarier oder Veganer werden. Aber mach dir bewusst, dass du mit jedem Stück Fleisch unseren Planeten deutlich mehr belastest, als wenn du pflanzliche Kost auf dem Teller hast.
Denk mal nach: Wenn du allein jede zweite Mahlzeit ohne Fleisch oder Wurst gestaltest, hast du den unnötigen Ressourcenverbrauch schon fast halbiert.

Tierische Produkte erzeugen Treibhausgase 

“The livestock sector produces about 15% of global greenhouse gases, 

roughly equivalent to all the exhaust emissions of every car, train, ship and aircraft on the planet. “


https://www.bbc.com/news/science-environment-34899066


Auf Deutsch: 

Die Nutztierhaltung produziert ungefähr genauso viel Treibhausgas wie alle Emissionen von Autos, Zügen, Schiffen und Flugzeugen zusammen.

Regional und Saisonal

Bio-Äpfel aus Südafrika und Kiwi aus Neuseeland. Schmeckt schon, aber diese Lebensmittel sind weit gereist, für ihren Transport wurde sehr viel CO² produziert.
Regional heißt: 

  • Kauf Lebensmittel, die aus deiner Region kommen. 

Saisonal heißt:

  • Iss Lebensmittel in der Jahreszeit, in der sie (möglichst bei uns in der Region) wachsen und reif sind. Also: Erdbeeren im Juni, nicht im November


Gibt es überhaupt Gemüse, das bei uns im Februar wächst? Schau nach:
https://www.kennerkueche.de/blog/categories/saisonkalender

Und was ist mit Orangen, Bananen und Co? Südfrüchte wachsen bei uns nicht. Du kannst beim Einkauf aber darauf achten, dass du Bio-Produkte kaufst und sie bewusst und in Maßen genießt. Achte auf Fairtrade-Produkte, sie garantieren faire Löhne und Arbeitsbedingungen.

Dankeschön

Wir danken Herrn Dr. Jörg Nigge und seinem Team, besonders Frau Krause und Herrn Hohls, für die tolle Unterstützung. Es war schön, dass wir unsere Ideen vor der Verwaltung vorstellen durften, dass Schüler:innen und ihre Ideen ernst genommen wurden und sogar umgesetzt wurden.